Elektroinstallation & Sicherheitstechnik
Energieberatung und iSFP
Förderprogramme

Geförderte Energieberatung und individueller Sanierungsfahrplan

Die BAFA fördert Energieberatung für Wohn- und Nichtwohngebäude. Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist oft der Schlüssel zu besseren Förderkonditionen bei späteren Sanierungsmaßnahmen.

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Energieberatung als Grundlage für Förderung und Sanierung

Eine geförderte Energieberatung ist häufig der sinnvollste erste Schritt vor einer Sanierung. Sie schafft Klarheit über den energetischen Zustand des Gebäudes, zeigt wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen auf und ist bei vielen Förderprogrammen Voraussetzung für bessere Konditionen.

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) macht das greifbar: Er bewertet den Ist-Zustand, schlägt eine Sanierungsreihenfolge vor und schaltet den 5-%-iSFP-Bonus bei BEG-Einzelmaßnahmen frei. elektroVISIO koordiniert die Energieberatung im Kontext elektrotechnischer Maßnahmen und sorgt dafür, dass Beratung und Umsetzung zusammenpassen.

Förderung der Energieberatung: Wohngebäude

Stand: April 2026 – keine Fördergarantie, Änderungen vorbehalten

BAFA: Energieberatung für Wohngebäude

  • 50 % Zuschuss zu den Beratungskosten
  • Max. 650 EUR für Ein- und Zweifamilienhäuser
  • Max. 850 EUR für Gebäude ab 3 Wohneinheiten
  • Zusätzlich 250 EUR WEG-Bonus bei Vorstellung in der WEG-Versammlung
  • Ergebnis: Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)

Förderung der Energieberatung: Nichtwohngebäude

BAFA: Energieberatung für Nichtwohngebäude

Für Büro, Gewerbe, Produktion und öffentliche Gebäude.

  • Modul 1: 50 % Zuschuss, max. 3.000 EUR (bei Energiekosten > 10.000 EUR netto)
  • Modul 2: 50 % Zuschuss, max. 850–4.000 EUR je nach Nettogrundfläche
  • Grundlage für Sanierungskonzepte und weitere Förderanträge

Der iSFP-Bonus: 5 % mehr Förderung bei BEG-Maßnahmen

Wer Sanierungsmaßnahmen auf Basis eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) umsetzt, erhält bei BEG Einzelmaßnahmen einen zusätzlichen Bonus von 5 Prozentpunkten auf die Grundförderung. Das bedeutet:

15 %

Grundförderung BEG Einzelmaßnahmen

+ 5 %

iSFP-Bonus bei Umsetzung nach Sanierungsfahrplan

Der iSFP lohnt sich also auch dann, wenn die Sanierung erst später erfolgt – er sichert bessere Konditionen und schafft eine fundierte Entscheidungsgrundlage.

iSFP, Energieaudit und Energieberatung — was ist was?

Die Begriffe werden häufig verwechselt, meinen aber unterschiedliche Instrumente mit unterschiedlichen Förderlogiken.

Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)

Standardisiertes Beratungsinstrument für Wohngebäude. Bewertet den energetischen Zustand und schlägt eine Sanierungsreihenfolge vor. Schaltet den 5-%-Bonus bei BEG-Maßnahmen frei.

Energieaudit (DIN EN 16247)

Systematische Analyse des Energieverbrauchs für Nichtwohngebäude und Unternehmen. BAFA-Modul 1. Pflicht für größere Unternehmen, freiwillig und förderfähig für KMU.

Energieberatung DIN V 18599

Detaillierte energetische Bilanzierung für Nichtwohngebäude. BAFA-Modul 2. Grundlage für Sanierungskonzepte und Förderanträge bei komplexeren Gebäuden.

Wie aus Beratung ein konkretes Umsetzungsprojekt wird

Energieberatung schafft Klarheit — aber der Wert entsteht erst in der Umsetzung. elektroVISIO steigt dort ein, wo die technische Planung und Ausführung beginnt.

Elektrische Bestandsmodernisierung

Verteilungen, Leitungsinfrastruktur und Schutzkonzepte auf aktuellen Stand bringen.

Gebäudeautomation

KNX, BACnet und MSR-Technik als förderfähige Maßnahme im Sanierungskontext.

Erneuerbare Energien anbinden

PV, Speicher und Wärmepumpen elektrotechnisch vorbereiten und integrieren.

Ladeinfrastruktur mitdenken

Im Sanierungskontext gleich die Vorverkabelung und das Lastmanagement planen.

Typische Fehler rund um Energieberatung und Förderung

  • iSFP und Energieaudit gleichsetzen — unterschiedliche Instrumente für unterschiedliche Gebäudetypen
  • Wohn- und Nichtwohngebäude vermischen — die Förderprogramme sind strikt getrennt
  • Beratung zu spät starten — viele Förderprogramme setzen die Beratung als Voraussetzung voraus
  • Keine Unterlagen oder Zielbilder vorbereiten — Energieberater brauchen Grundlagen für eine brauchbare Bewertung
  • Beratung nicht in konkrete Maßnahmen überführen — ein iSFP ohne Umsetzungsplan bleibt ein Dokument

Für wen ist geförderte Energieberatung relevant?

Eigentümer von Wohngebäuden

iSFP als Grundlage für schrittweise Sanierung – mit Bonus bei BEG-Maßnahmen.

WEG und Hausverwaltungen

Energieberatung als Entscheidungsgrundlage für die Eigentümerversammlung. Extra WEG-Bonus.

Unternehmen und Gewerbetreibende

BAFA-Energieberatung für Nichtwohngebäude – Basis für Effizienzmaßnahmen und Förderanträge.

Bestandshalter und Wohnungsunternehmen

Sanierungsfahrpläne für größere Bestände – wirtschaftliche Priorisierung und Förderoptimierung.

So hängen Energieberatung, Förderung und Umsetzung zusammen

1

Energieberatung beauftragen

Zugelassenen Energieeffizienz-Experten einbinden. BAFA-Förderung für die Beratung beantragen.

2

iSFP oder Beratungsbericht erhalten

Gebäudezustand, Maßnahmenvorschläge und Sanierungsreihenfolge als fundierte Grundlage.

3

Maßnahmen priorisieren

Welche Maßnahmen bringen am meisten? Welche Förderprogramme passen? Kosten und Nutzen abwägen.

4

Förderantrag stellen

BEG-Antrag mit iSFP-Bonus vor Maßnahmenbeginn einreichen.

5

Umsetzung koordinieren

elektroVISIO übernimmt Anlagentechnik und Gebäudeelektrik im Rahmen des Sanierungsprojekts.

Häufige Fragen zu Energieberatung und iSFP

Was ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)?

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein standardisiertes Beratungsinstrument, das den energetischen Zustand eines Gebäudes bewertet und einen Stufenplan für sinnvolle Sanierungsmaßnahmen vorschlägt. Er wird von einem zugelassenen Energieeffizienz-Experten erstellt und ist Voraussetzung für den iSFP-Bonus bei BEG-Förderungen.

Wie hoch ist die Förderung für eine Energieberatung?

Die BAFA fördert Energieberatung für Wohngebäude mit 50 % der Beratungskosten – maximal 650 EUR für Ein- und Zweifamilienhäuser, 850 EUR für Gebäude ab drei Wohneinheiten. Zusätzlich gibt es einen WEG-Bonus von 250 EUR. Für Nichtwohngebäude beträgt die Förderung ebenfalls 50 %, mit Höchstbeträgen je nach Modul und Energiekosten.

Lohnt sich ein iSFP auch ohne sofortige Sanierung?

Ja. Der iSFP gibt einen fundierten Überblick über den Gebäudezustand und zeigt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind. Auch wenn die Umsetzung erst später erfolgt, schafft der iSFP eine verlässliche Entscheidungsgrundlage – und sichert den 5-%-Bonus bei späteren BEG-Maßnahmen.

Was ist der Unterschied zwischen Energieberatung für Wohn- und Nichtwohngebäude?

Bei Wohngebäuden steht der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) im Mittelpunkt. Bei Nichtwohngebäuden (Büro, Gewerbe, Produktion) gibt es eigenständige BAFA-Module – etwa die Energieberatung DIN V 18599 – mit eigenen Fördersätzen und Höchstbeträgen, die auf die Komplexität gewerblicher Gebäude zugeschnitten sind.

Wer darf eine geförderte Energieberatung durchführen?

Geförderte Energieberatung darf nur von zugelassenen Energieeffizienz-Experten durchgeführt werden, die in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes gelistet sind. elektroVISIO arbeitet mit qualifizierten Energieberatern zusammen und koordiniert deren Einbindung in das Gesamtprojekt.

Wie hängen Energieberatung und BEG-Förderung zusammen?

Die Energieberatung ist oft der erste Schritt vor einer geförderten Sanierung. Der iSFP dient als Grundlage für den Förderantrag und schaltet den 5-%-iSFP-Bonus bei BEG Einzelmaßnahmen frei. Außerdem ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten bei vielen BEG-Maßnahmen Pflicht.

Gibt es einen WEG-Bonus bei der Energieberatung?

Ja. Für Wohnungseigentümergemeinschaften gibt es einen zusätzlichen Zuschuss von 250 EUR, wenn die Beratungsergebnisse in einer WEG-Versammlung vorgestellt werden. Das erleichtert die Beschlussfassung und schafft eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage.

Was ist der Unterschied zwischen Energieaudit und Energieberatung?

Ein Energieaudit (DIN EN 16247) ist eine systematische Analyse des Energieverbrauchs, typischerweise für Unternehmen und Nichtwohngebäude (BAFA-Modul 1). Die Energieberatung nach DIN V 18599 (BAFA-Modul 2) geht tiefer in die energetische Bilanzierung. Für Wohngebäude gibt es den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) als eigenes Instrument. Alle drei sind förderfähig, richten sich aber an unterschiedliche Gebäudetypen und Zielgruppen.

Wann ist Energieberatung sinnvoller als eine direkte Umsetzungsanfrage?

Wenn noch nicht klar ist, welche Maßnahmen am sinnvollsten sind oder welche Förderprogramme passen. Die Energieberatung schafft eine belastbare Grundlage — besonders bei Bestandsgebäuden mit mehreren möglichen Sanierungsschritten. Wer bereits ein konkretes Vorhaben hat (z. B. Ladeinfrastruktur oder Anlagentechnik), kann auch direkt mit einer Projektanfrage starten.

Wie geht es nach der Energieberatung weiter?

Nach der Beratung liegt ein iSFP oder Beratungsbericht vor, der den Gebäudezustand bewertet und Maßnahmen vorschlägt. Darauf aufbauend können Förderanträge gestellt und die Umsetzung geplant werden. elektroVISIO steigt dort ein, wo technische Maßnahmen wie Anlagentechnik, Gebäudeelektrik oder Ladeinfrastruktur Teil des Projekts werden.

Förderung und Umsetzung — jetzt starten

Sie möchten eine geförderte Energieberatung oder planen Sanierungsmaßnahmen? Wir klären die nächsten Schritte – und begleiten die Umsetzung.

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Offizielle Quellen

Hinweis

Alle Förderinformationen auf dieser Seite dienen der Orientierung und stellen keine Fördergarantie dar.

Konditionen, Verfügbarkeit und Antragsvoraussetzungen können sich kurzfristig ändern.

Stand: April 2026